Kategorien
Letzte Aktionen Frankenberg

3. MUT-MACH-Kundgebung in Frankenberg

Am Mittwoch, den 24.03.2021, wurde die 3.Mut-Mach“-Kundgebung von 18 bis nach 19 Uhr auf dem Markt in Frankenberg angemeldet und organisiert.

  • 3. MUT-MACH-Kundgebung am 24.03.

Diese Kundgebung war erneut ein voller Erfolg. Freunde zählten ca. 240 Teilnehmer (wieder mehr als die Woche davor) – Wahnsinn!! Das haben wir EUCH allen zu verdanken!

Rede-/Kulturbeitrag von Rolf Pönicke als Bruder Martin – siehe https://ritter-harras.de/ mit einem wunderbarem Gedicht!

Es gab 5 (!) offene Reden! u.A.

  • Herr Dr. Vogelsang
  • Jürgen Stein
  • Rolf Weigand vom Landtag (AFD).
  • Außerdem eine mutige Mutter aus Lichtenau
  • und ein Friseurmeister aus Freiberg.

Obwohl wir bis 19.30 Uhr machen durften, konnte eine Rednerin nicht mehr sprechen – die Zeit war vorbei!   Viele mutmachende Reden gaben uns und allen Teilnehmern Kraft!


Redebeitrag Lutz Hoffmann

Nach der stundenlangen Debatte unserer Bundesregierung über das weitere Vorgehen zur Pandemiebekämpfung war ich zunächst über das Ergebnis – ja -fassungslos. Osterruhe – bei diesem Wort wurde es mir ganz anders. Hier und heute hat Frau Merkel zusammen mit unseren Ministerpräsidenten ganz klar bewiesen, dass unsere Regierung nicht nur komplett versagt hat, sondern auch handlungsunfähig ist! Aber man hat ja noch die Chance, zurück zu rudern.

Zitat Frau Merkel: “Die Idee der sogenannten Osterruhe war ein Fehler“

  • Ein Fehler, der nach einer 11-Stunden-Debatte beschlossen wurde. Das müssen wir uns mal vor Augen halten!
  • Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier berichtet in der “Bild”: “Was wir jetzt machen, ist der Nachweis, dass wir komplett daneben lagen. Jetzt sind wir die Deppen und das stört mich sehr.”
  • Mich stört das nicht. Und ich gebe ihm recht!

Redebeitrag Anja Hoffmann

Herzlich Willkommen auf unserer 3. MUT-MACH-Kundgebung!
Ich verbinde mit dieser Pandemie, neben dem vielen Leid und den ganzen Einschränkungen, vor allem ein Wort:

„systemrelevant“.

Laut Wikipedia bedeutet dieses Wort folgendes:
Als systemrelevant werden Unternehmen, kritische Infrastrukturen oder Berufe bezeichnet, die eine derart bedeutende volkswirtschaftliche oder infrastrukturelle Rolle in einem Staat spielen, dass ihre Insolvenz oder Systemrisiken nicht hingenommen werden können oder ihre Dienstleistung besonders geschützt werden muss.

Genau durch diese Definition stand plötzlich der Alltag still. Keiner wusste, was richtig oder was falsch ist. Dieses Thema hat uns so sehr im Griff, dass mittlerweile Freundschaften und Familien darunter leiden. Ich kenne kaum ein Thema bei dem sich die Meinungen so sehr unterscheiden, wie bei Corona. Sobald man seine Meinung dazu äußert, wird man in eine Ecke gestellt. Gut, dass wir Menschen oft in Schubladen denken, ist mir schon klar. Nur das man stigmatisiert wird, nur weil man seinen Verstand gebraucht, ist eine neue Dimension. Meine große Tochter frug mich, warum sie im Unterricht eine Maske tragen muss und diese sobald es zur Pause klingelt, (im selben Raum) absetzen darf. Ich fand keine Antwort. Als ich neulich die Kinder in die Schule gebracht habe, meinte eine Freundin meiner Tochter, dass sie Schnupfen hat. Sie darf das aber niemanden sagen…WARUM??? Wir haben gerade Erkältungswetter. Und ja, Schnupfen gehört da dazu. Es bereitet mir Sorge, wenn sich Viertklässler darüber unterhalten, dass sie nun eine FFP2 oder eine OP-Maske tragen müssen. Eigentlich sollten sie sich doch über Freundschaften oder das Erlebte vom Wochenende austauschen. Mir scheint es, als das wir aktuell keine Fragen stellen dürfen. Wir sollen doch bitte jede uns durch die Medien zur Verfügung gestellte Information und Verordnung zur Kenntnis nehmen und bitte ohne diese zu hinterfragen umsetzen. Was passiert sonst? Man ist dann ein Leugner oder ähnliches. Egal wo man im Moment hinschaut, sobald der einzelne Bürger sich Gedanken macht und vielleicht auch aktiv werden möchte, indem er zum Beispiel auf eine Kundgebung geht, hat er Sorge, dafür Nachteile zu erfahren. Einige Menschen haben Angst, wegen ihrer gesagten Meinung ihren Job zu verlieren oder diesen gar nicht erst zu bekommen. Jeder Einzelne von uns hat im Moment die Sorge, sobald er seine Stimme erhebt, dafür auch Konsequenzen zu spüren. Aber warum?

Meine Schwestern und ich hatte eine wunderbare Mutti. Wir sind durch sie so erzogen wurden, dass man immer seine Meinung sagen darf und dass man immer Fragen stellen darf, solange das im freundlichen und sachlichen Rahmen passiert. Genauso erziehe ich nun meine Töchter. Nur passiert es aktuell, dass genau dieses hinterfragen nicht gern gesehen ist.

Wir alle stehen hier zusammen, weil wir uns Mut machen wollen. Gemeinsam wollen wir nach Vorn schauen und wir wollen uns auf bessere Zeiten freuen. Wir möchten hier Fragen stellen dürfen und wir möchten unsere Gedanken und Sorgen miteinander teilen. Diese Kundgebung ist friedlich, sachlich und soll ein gemeinsamer Rahmen sein, indem wir einfach nur aktiv und gehört werden möchten. Wir wollen Covid 19 nicht leugnen und es ist uns fern, die Situationen in den Krankenhäusern runter zu spielen.

Während der Zeit der Schließungen habe ich mir Gedanken darüber gemacht, wie es wohl den Bewohnern in den Pflegeeinrichtungen geht. Um dort etwas Mut und vielleicht auch Hoffnung zu spenden, haben meine Kinder und ich angefangen Briefe zu schreiben. In dieser Zeit ist zwischen mir und einem 86 jährigen Mann eine wunderbare Brieffreundschaft entstanden. Wir profitieren beide davon. Er trainiert nach einem Schlaganfall seine Handschrift und für mich ist das Schreiben wie eine Art Psychotherapie. Mein Brieffreund war Anfang des Jahres an Corona erkrankt. Es ging ihm nicht gut und auch heute hat er mit den Nachwirkungen zu kämpfen. Er macht sich genau wie wir alle hier, seine Gedanken um die Auswirkungen von den getroffenen Maßnahmen und den damit verbundenen Folgen für alle betroffenen Menschen.

Wenn sich nun schon ein 86jähriger Bewohner aus einem Pflegeheim solche Gedanken macht, ist es da verwunderlich, dass wir hier stehen und Fragen haben?

In diesem Sinne, vielen Dank für euer Gehör ….


Redebeitrag Anita (Hebamme)

Guten Abend!

Ich freue mich ganz sehr, dass wir von Kundgebung zu Kundgebung größer werden und jeder Einzelne von euch uns – und allen anderen Teilnehmern – Mut macht!

Heute möchte ich zu einem Thema sprechen,was mich schon lange beschäftigt. Seit nun über einen Jahr ist nichts mehr, wie es war!
Ganz am Anfang hörten wir von vereinzelten Fällen und wir waren uns alle sicher, dass dieser Ausnahmezustand bald wieder vorüber sein wird. Aber schon in der frühen Phase ist mir schnell bewusst geworden, dass hier mit einem Grundgefühl der Bürger gespielt wird. Und zwar mit unseren Ängsten…

Angst ist ein Grundgefühl, das sich in als bedrohlich empfundenen Situationen als Besorgnis und unlustbetonte Erregung äußert. Auslöser können dabei erwartete Bedrohungen, etwa der körperlichen Unversehrtheit, der Selbstachtung oder des Selbstbildes sein. Ich hab mich mich lange gefragt, wie es zu Hamsterkäufen kommen kann und wie Menschen selbst die 1 Packung Toilettenpapier dem anderen nicht gönnten. Aus Angst… Warum tragen Menschen im Wald und ohne große Menschenansammlungen eine Maske? Aus Angst… Warum stimmen wir Schnelltests an unseren Kindern zu? Aus Angst… Angst vor Ausschluss vor dem Unterricht, Angst vor Homeschooling und Angst im Schulstoff überhaupt nicht mehr mitzukommen. Angst vor Ausgrenzung, Angst vor Verurteilung…

Warum ist die Impfpolitik unter den Bürgern zum totalen Streitthema geworden? Aus Angst vor Nebenwirkungen, Angst vor dem Unverständnis der anderen, aus Angst einen Stempel aufgesetzt zu bekommen. Egal, wie man sich entscheidet,es bleibt Angst…

Wie kann es schlussendlich sein, dass so viele Menschen nicht aufstehen, nicht ihr Gesicht zeigen, nicht sachlich ihre Meinung äußern ? Aus Angst vor Verleumdung und vor Diskriminierung, Angst vor Konsequenzen und den möglichen Benachteiligungen, Angst vor schlechtem Leumund und vor sozialem Ausschluss ,Angst vor radikalen Zuweisungen und das, ganz egal wie friedlich die Botschaft war! Gewinnen kann nur der, der sich etwas traut! Nicht, wer sich enthält! Es gilt, sich dem Leben zu stellen! Ich fange erst jetzt so langsam an zu begreifen, warum sich so viele geschichtliche Ereignisse nicht ändern lassen konnten!

Es braucht Mut, Willenskraft und absolute Überzeugung in dem, was man man vertritt. Gepaart mit der Bereitschaft, neu gewonnene Erkenntnisse zu überdenken und offen zu sein, eigene Vorstellungen vielleicht auch mal neu zu überschreiben.

In diesem Zuge ein dickes DANKE an Anja und Lutz, die all das verkörpern und uns mit gutem Beispiel voran gehen! Ich möchte in 3 Jahren nicht zurück schauen müssen und sagen: Hätte ich mal früher die Augen aufgemacht!

Ich möchte für meine Kinder, meinen Mann, für meine Freunde und auch für meine Arbeit mit so vielen Familien mutig sein und ich wünsche mir nichts mehr, als auch kritische Fragen stellen zu dürfen, ohne in eine gewisse Ecke gedrängt zu werden! Bin ich jetzt ein Querdenker, ein Andersdenker, ein Überdenker, Mitdenker oder ist es völlig egal?

Ich möchte all meine mir zur Verfügung stehen Mittel ausreizen, die mich zu einer klaren und starken Meinung bringen. Seid kritisch, seid frei und vor allem verurteilt NIEMANDEN! Lasst niemals Gewalt die Lösung sein und passt aufeinander auf!

Danke fürs zuhören!